Menschen, die die Welt verändert haben: die besten Innenarchitekten des Planeten (Teil 1)

Wenn man den ersten Innenarchitekten versteht, kann man ihn zu Recht als einen Mann bezeichnen, der beschloss, die Wände seiner Höhle mit Bildern von Mammuts, Blumenmustern und Porträts von Stammesangehörigen zu schmücken. Natürlich hat die Geschichte seinen Namen nicht bewahrt, aber eine solch primitive und raue Felsmalerei war der erste Schritt zur Gestaltung nicht nur eines warmen und gemütlichen, sondern auch eines schönen Hauses.

Im Laufe der Jahrhunderte ist die Dekoration und Einrichtung von Wohnungen zu einer wahren Kunst geworden, jedes Land hat seine eigenen Traditionen, und Architekten, Bildhauer, Möbeltischler, Schreiner und Maler, die sich mit Malerei, Stuck, Möbeln und anderen dekorativen Elementen beschäftigten, haben sich im Laufe der Zeit zu Innenarchitekten entwickelt.

Als eigenständiges Fachgebiet tauchte dieser Beruf jedoch erst vor nicht allzu langer Zeit auf – in der Mitte des letzten Jahrhunderts und in Russland – in den späten 80er Jahren.

Und doch sind die Namen der berühmtesten Designer, die Dinge geschaffen haben, die ihren festen Platz in unseren Häusern eingenommen und den Raum um uns herum und damit die Welt verändert haben, bereits in die Geschichte eingegangen.

Margarete Schutte-Lihotzky

Menschen, die die Welt verändert haben: die besten Innenarchitekten des Planeten (Teil 1)

Unter den Innenarchitekten von Innenräumen des schönen Geschlechts ist nicht so sehr, jedoch gibt es in jedem Haus eine Zone, die traditionell als weiblich betrachtet wird. Natürlich, es ist eine Küche. Und kein Wunder, dass eine Frau, die viel Zeit in diesem Raum verbrachte, auf die Idee kam, den Raum so zu rekonstruieren, dass der Prozess des Kochens erleichtert wird.

Greta Schutte-Lichowski, Ende des 19. Jahrhunderts in Wien geboren, war die erste Frau in ihrem Land, die ein Architekturstudium absolvierte. In die Geschichte ging sie jedoch mit der Erfindung der so genannten „Frankfurter Küche“ ein, die auf einer Fläche von nur 6,5 Quadratmetern untergebracht war, aus einzelnen modularen Abschnitten bestand und keinen einzigen leeren Quadratzentimeter hinterließ.

Es war Greta, die die Einbaugeräte, zusätzlichen Stauraum unter dem Herd, Schubladen für kleine Gegenstände und direkt über dem Arbeitsbereich angebrachte Lampen entworfen hat. Darüber hinaus zeichnete sie mit einer Stoppuhr in der Hand die Zeit auf, die sie während des Kochens zwischen Herd, Spüle und Tisch verbrachte, so dass sie alle Küchenattribute in einer optimalen Reihenfolge anordnete und so den bequemsten Raum für die Arbeit schuf.

Wenig bekannte Tatsache – Greta Shutte-Likhovsky wurde in den 30er Jahren in die Sowjetunion eingeladen, um bei der Einrichtung neuer Städte wie Magnitogorsk zu helfen.

Bis jetzt bleibt die „Frankfurter Küche“ des Wiener Architekten relevant und ermöglicht es, auf kleiner Fläche ein gemütliches und funktionales Interieur zu schaffen.

Cesare Paolini, Pierrot Gatti und Franco Theodoro

Menschen, die die Welt verändert haben: die besten Innenarchitekten des Planeten (Teil 1)

Die Namen von drei jungen Architekten aus Turin gingen in die Geschichte der Innenarchitektur nur dank einer einzigen Erfindung ein – einem rahmenlosen Sackstuhl. Dieses scheinbar lächerliche und formlose Möbelstück hat auf der ganzen Welt an Popularität gewonnen, insbesondere in Kinderzimmern und ultramodernen Wohnzimmern.

Die von Paolini, Gatti und Theodoro geschaffene erste Tasche wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht, erhielt einen Ehrenplatz im Museum of Modern Art in New York und gilt als der bedeutendste Beitrag italienischer Designer zur Gestaltung des Interieurs des zwanzigsten Jahrhunderts.

Rahmenlose Möbel haben viele Vorteile – sie sind leicht, sicher für Kinder, da sie keine scharfen Ecken und festen Teile haben, nehmen keine Feuchtigkeit auf, sind absolut umweltfreundlich, können gewaschen werden, wechseln die Bezüge je nach Stimmung, und Styroporkugeln, die mit der Sitztasche im Inneren gefüllt sind, halten die Wärme gut und passen sich der Körperform des Sitzenden an.

About the author